Besseresserwissen Inka

Fakten über die Inka, mit denen Du angeben kannst

Cuzco

Wer bei den Inka in erster Linie an Panflöten-Musikanten mit bunten Umhängen in der Fußgängerzone denkt, weiß noch nicht, was für Alphatiere schon die alten Inkas waren. Als absolute Organisationstalente lebten sie bereits damals in gut strukturierten Gemeinschaften. Das war auch nötig: Im 15. Jahrhundert herrschten sie über sage und schreibe 250 Völker und 9 Millionen Menschen. Allein in der Inka-Hauptstadt Cuzco lebten mehr als 200.000 Menschen.

Aufgrund der Größe ihres Reiches waren die Inka auf die Hilfe von unterworfenen Völkern angewiesen. Als Migrant bei den Inka Karriere zu machen war also überhaupt kein Problem. Allerdings musste man allzeit hundertprozentige Loyalität beweisen. Zudem wurden alle unterworfenen Völker gezwungen, „Quechua“ zu lernen. Diese Sprache wird heute noch von den Indios gesprochen.

Die bekannteste Stadt der Inka ist Machu Picchu. Sie ist auch heute noch zu besichtigen. Allerdings fahren hier wegen der schlechten Straßenverhältnisse keine Sightseeingbusse. Machu Picchu – seit 1983 ist UNESCO Welterbe – ist ein eindrucksvolles Beispiel für die hochentwickelte Kultur der alten Inka: Hier gab es einst Hängebrücken von mehr als 60 Metern Länge sowie imposante Bauwerke.

Machu Picchu

Sagenumwoben ist die Gründung von Machu Pitchu durch Mama Occlo und Manco Capac, dem mittelamerikanischen Pendant der römischen Gründerväter Remus und Romulus. Der Legende nach blickte einst die Sonne voller Mitleid auf die Erde. Sie entsandt die beiden Gründerväter Occlo und Capac, um etwas Großes zu erschaffen. An der Stelle, wo sie der Sage nach einen goldenen Stab in das Ufer des Titicaca Sees rammten, liegt die spätere Hauptstadt der Inka.

Ihre Verstorbenen mumifizierten die Inkas und setzten sie in Felsspalten bei, weil sie an ein Leben nach dem Tod glaubten. Religion spielte bei den Inkas auch sonst eine wichtige Rolle. Dabei waren sie aber breit aufgestellt: Neben ihrem Hauptgott „Inti der Sonnengott“ beteten sie mehrere weitere Götter an – frei nach dem Motto „Viel hilft viel“.

Kriegerstatue

Den Göttern brachten die Inka regelmäßig Opfer, in erster Linie verschiedene Tiere. Menschen opferten sie seltener, zum Beispiel um Naturkatastrophen wie Vulkanausbrüchen oder Dürreperioden zu entgehen. Dabei waren die Inka aber keinesfalls zimperlich: Sie opferten vor allem Kinder.

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