Angeberwissen Quinoa

Quinoa – die Neuentdeckung eines uralten Lebensmittels

Als der damalige UN-Generalsekretär Ban Ki-moon das Jahr 2013 zum „Jahr der Quinoa“ erklärte, rückte eine ganz besondere Pflanze in den Mittelpunkt des Interesses. Dieses ursprünglich aus Südamerika stammende Superfood stellt in puncto Nährstoffgehalt viele andere Lebensmittel in den Hintergrund. Obwohl die Quinoa-Pflanze selbst völlig anspruchslos ist, liefert sie wertvolle Proteine, Antioxidantien, Mineral- und Ballaststoffe. Zudem lassen sich mit Quinoa leckere Gerichte kochen oder auch backen – mit einem Kaloriengehalt, der Schlemmen ohne Reue erlaubt. Auch für Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten ist Quinoa ein heißer Kandidat für den allergenarmen Speiseplan. Zuweilen werden die Körner dieser Pflanze sogar liebevoll „glutenfreies Pseudogetreide“ genannt.

Quinoa Plantage

Quinoa (was lt Übermittlung „kienwah“ ausgesprochen wird) stammt ursprünglich aus Südamerika. Schon seit 6000 Jahren dient es hier den Andenvölkern als Grundnahrungsmittel. Im 16. Jahrhundert merkten die spanischen Eroberer schnell, wie wichtig Quinoa für die Bevölkerung war. Kurzerhand verboten sie den Ureinwohnern den Anbau, um sie zu schwächen.
Noch heute ist Quinoa in der Andenregion unverzichtbar, weil sie sogar in Höhen von 4.200 Metern wächst. Auch sonst stellt sie keine besonderen Anforderungen an Witterung oder Bodenqualität. Selbst bei widrigsten Bedingungen kann sie bis zu 2 Metern hoch wachsen. Und diese Widerstandsfähigkeit gibt die Pflanze an ihre Körner weiter.

Mit diesen Eigenschaften ist Quinoa ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Einen besonderen Hype erlebt die Pflanze seit 1993. In dem Jahr veröffentlichte die NASA einen Bericht mit den hervorragenden Eigenschaften von Quinoa. Doch auch in den letzten Jahren ist die Nachfrage weiter gestiegen: Nachdem der Hauptexporteur Peru im Jahr 2013 noch 52.000 Tonnen angebaut hatte, konnte diese Menge im Jahr 2016 auf sage und schreibe 104.000 Tonnen verdoppelt werden.
Quinoa sieht ein bisschen wie Getreide aus und wird bei Kochen auch oft wie Getreide verwendet – doch der Schein trügt: Stattdessen gehört diese Pflanze zur Gattung der Gänsefussgewächse und ist daher kurioserweise mit Spinat, Mangold und roter Beete verwandt. Doch hinsichtlich ihres Nährstoffgehalts ist sie im wahrsten Sinne des Wortes aus der Art geschlagen und stellt viele andere Grundnahrungsmittel deutlich in den Schatten.

So zählt Quinoa zu den weltweit eiweißreichsten Lebensmitteln und weist mit seinen neun essentiellen Aminosäuren den doppelten Proteingehalt von Reis auf. Dazu gehört auch die Aminosäure Lysin, die in pflanzlichen Lebensmitteln nur selten vertreten ist. Mit ihrem hohen Gehalt an Lysin kann Quinoa dazu beitragen, Erkältungen und Grippeerkrankungen vorzubeugen.

Ein weiterer wichtiger Pluspunkt der Quinoa sind die vielen enthaltenen Antioxidantien. Diese machen die sogenannten Freien Radikalen unschädlich und können damit vor bösartigen Krankheiten schützen. Zudem sind die Körner sehr reich an Magnesium, Kalium, Zink und Eisen. Eisen benötigt der Mensch für die Blutbildung und die Sauerstoffversorgung. So verbessern sich sowohl die allgemeine körperliche Leistungsfähigkeit als auch die Hirnfunktionen.

Quinoa Körner

100 Gramm ungekochtes Quinoa enthalten nur etwa 6 Gramm Fett – aber die haben es wirklich in sich: 90% davon bestehen aus ungesättigten Fettsäuren. Deshalb stärkt der Genuss von Quinoa das Herz-Kreislauf-System und schützt so vor Schlagfällen und weiteren Erkrankungen. Gut für das Herz ist Quinoa auch aufgrund des hohen Anteils an Ballaststoffen: 100 Gramm Quinoa enthalten 10 bis 16 Gramm Ballaststoffe – zweimal soviel wie die Mehrzahl der Getreidesorten. Ballaststoffe senken das Risiko von Herzerkrankungen und sind natürlich auch für die Verdauung wichtig.

Der menschliche Stoffwechsel kann die vielen Nährstoffe der Quinoa gut aufnehmen, da ihre Körner eine sehr gute Bioverfügbarkeit haben. Diese Eigenschaft ist ein großer Vorteil dieser Pflanze gegenüber den meisten Nahrungsergänzungsmitteln, bei denen weniger der enthaltenen Nährstoffe tatsächlich verwertbar sind.

Quinoa unterstützt die Gewichtsreduktion, da es relativ wenige Kalorien enthält. Es eignet sich aber auch hervorragend zur Ernährung bei sportlicher Aktivität. Es gibt einen weiteren Grund, warum Urprodukte wie Quinoa immer mehr Eingang in unsere Ernährung finden: Sie enthalten deutlich weniger Allergene als die hiesigen überzüchteten Getreidesorten. Wie eine Studie des Fraunhofer Instituts belegt, eignet sich Quinoa gerade für Menschen mit Glutenunverträglichkeit hervorragend.

Bei uns erhälst Du Quinoa mit allen positiven Eigenschaften in erstklassischer Bioqualität. Neben einem verbesserten Wohlbefinden wirst Du schnell feststellen, wie lecker sich mit Quinoa kochen und backen lässt.

Du suchst weitere Informationen, z.B. zu Diät und Muskelaufbau mit Quinoasamen, oder weißt nicht, wie man das Superfood optimal dosiert? Wir haben ein paar Fragen für Dich beantwortet.

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